#1 Rost, Rost und nochmal Rost - woher und wie behandeln' von Albrist 13.05.2016 20:26

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Hallo und guten Tag werte Allrad-Fans
Hyundai (oder Südkoreaner) ist leider fast die Gleichstellung mit Rostbildung an Auto's - schade, denn die Karren werden immer besser und ansehnlicher. Nun gut sei's wie's ist, das Thema Rost kurz erklärt; Er kommt meist von innen, warum? Wenn man weiss, dass warme Luft meist mehr Feuchtigkeit beinhaltet als Kalte ( achte mal im Winter die spröden, trockenen Lippen) dem wird auch bewusst, dass diese Feuchtigkeit mit der Luft in sämtliche Hohlräume getragen wird und sich dort mit (Fein)staub vermischt. Nun passiert folgendes bei raschem Temperatursturz, meist unter die Nullgradgrenze oder eben je nach Taupunkt , jenachdem wie hoch die relative Luftfeuchte eben ist - oder vorher war, bilden sich Tautropfen an der Kotflügel- oder Blechwand, die rinnen abwärts und sammeln sich als "Lache" aus Wasser an Stellen wo es kaum oder nicht gut abfliessen kann. Dazu kommt nun der Staub ins Spiel, welcher mit der Zeit (den Jahren) nicht weniger wird. Es ergibt sich eine feuchte "Sosse" aus welcher die Feuchtigkeit nun genügend Zeit hat zu wirken (arbeiten), ergo - es rostet und keiner bemerkt es bis man die ersten "Bläschen" von aussen sieht, das heisst - Durchrostung !! ...und nicht "Flugrost", den sieht man auf nacktem, unlackiertem Stahl. Dem Rost vorbeugen ist eigentlich ganz einfach; Wenn die Innentemperatur hoch ist, durch Sonneneinstrahlung oder Garagenwärme, dann die Sitze ausbauen und die Innenverkleidung (Pano's) sorgfältig entfernen. Wärme deshalb, weil die Plastikmaterialien am wenigsten brüchig sind und gleich kaputtgehen bei der Demontage. So, wenn alles freigelegt und möglichst weit offen ist, den entsprechenden vorher besorgten Hohlraumschutz gezielt hineinspritzen, entweder mit Sonde und Spritzpistole oder auch einer guten Spraydose, da gib's echt gute Qualitätsware auf dem Markt (z.B. Kent). Nehmt nicht das Billigste, denn es sollte ja möglichst lange weich und elastisch bleiben, so wie ein dicker Schutzfilm eben. Trocknet diese Schutzmasse zu rasch aus, bilden sich Trockenrisse und das Wasser bleibt dann darin liegen und erwirkt das, was man eigentlich bekämpfen wollte. Hat es aber schon viel Rost, ist ein "Bad" mit Altöl, vermischt mit etwas Hohlraumschutz (20%) angesagt, weil das Öl die Eigenschaft hat zu kriechen und so zu verdichten (Kapillarwirkung). Das Wasser muss dann über den Ölfilm abfliessen und kommt so mit dem Blech (Rost) nicht mehr so ring in Berührung, so habe ich jedenfalls die besten Resultate erreicht - abgesehen davon, wenn eine Karre schon mal soweit ist mit dem Rost, dann wartet der Export in den Libanon (...) oder der Schrottplatz eh schon ...
Ich hoffe mit dem Beitrag dem Einen oder Anderen einen wertvollen Tip gegeben zu haben. Allzeit gute Fahrt und Spass wünscht
Albrist

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